Einen Zwei-Wochen-Plan gibt es, weil eine Woche nicht immer ausreicht, um abzubilden, was eine Schule unterrichtet. Manche Fächer brauchen anderthalb Stunden pro Woche. Manche Fachräume lassen sich nur über vierzehn Tage gerecht teilen. Und manche Lehrkräfte sind auf mehr Klassen verteilt, als eine einzelne Woche fassen kann.
Zugleich ist er ein Versprechen, das sich bei jeder wechselnden Stunde wiederholt: dreißig Schülerinnen und Schüler und eine Lehrkraft wissen, welche Woche gerade ist. Dieser Beitrag handelt davon, wann sich dieses Versprechen lohnt, wie man es abbildet und wo es in der Regel bricht.
Was ein A/B-Plan eigentlich ist
Zwei Wochen mit denselben Tagen und denselben Stunden. Der Großteil des Unterrichts steht in beiden. Einiges findet nur in der A-Woche statt, einiges nur in der B-Woche, und beide Wochen wechseln sich für den Rest des Schuljahres ab. (Ein rotierender Tageszyklus, bei dem „Tag 1“ bis „Tag 6“ unabhängig von der Kalenderwoche laufen, ist eine andere Struktur.)
Wann eine Schule sie wirklich braucht
Krumme Wochenstunden
Der eindeutigste Fall. Sieht die Stundentafel für ein Fach 1,5 Wochenstunden vor und lassen sich Ihre Stunden nicht teilen, gibt es innerhalb einer Woche keine ehrliche Lösung. Aufrunden nimmt einem anderen Fach Zeit weg, Abrunden unterschreitet die Stundentafel. Eine Stunde jede Woche plus eine zusätzliche Stunde 14-tägig ergibt genau drei Stunden in zwei Wochen.
14-tägige Fachraum-, Sport- oder Computerraumzeiten
Eine Schule mit einem gut ausgestatteten Chemieraum und sechs Klassen, die jeweils eine Doppelstunde Praktikum brauchen, benötigt nicht jede Woche sechs Doppelstunden — vielleicht ist ohnehin nur Platz für drei. Drei Klassen in der A-Woche, drei in der B-Woche, und jede Klasse hat ihr Praktikum alle vierzehn Tage. Dieselbe Logik gilt für ein extern angemietetes Schwimmbad oder einen Fachraum mit nur einer Assistenzkraft.
Geteilte Fachlehrkräfte
Eine Musik- oder Informatiklehrkraft in Teilzeit, oder eine, die auch an einem anderen Standort unterrichtet, hat womöglich weniger verfügbare Stunden, als ihre Klassen brauchen. Durch den Wechsel kann dieselbe Lehrkraft dienstags in der 3. Stunde in der A-Woche die 7a und in der B-Woche zur selben Zeit die 7b unterrichten.
Wann sie nur ein Behelf sind
A/B-Wochen haben laufende Kosten: Alle lesen nun zwei Pläne statt einem. Für einen strukturellen Grund lohnt sich das — um ein kleines Problem zu umgehen, selten.
- Einen einzelnen Konflikt lösen. Eine einzige Kollision bei einer Lehrkraft ist kein Grund, die ganze Schule auf einen 14-tägigen Rhythmus umzustellen. Ändern Sie eine Verfügbarkeit, verschieben Sie eine Unterrichtskarte oder akzeptieren Sie eine etwas schlechtere Stunde.
- Ein überfülltes Raster kaschieren. Passen die Stunden einer Klasse nicht in eine Woche, lässt ein wechselndes Fach den Plan auf dem Papier passen — und halbiert dieses Fach stillschweigend. Das ist eine Entscheidung über die Stundentafel und sollte auch als solche getroffen werden.
- Die Struktur des Vorjahres erben. Schulen führen A/B-Wochen oft fort, weil der Plan, von dem sie ausgingen, sie hatte. Fragen Sie bei jeder wechselnden Stunde, wozu sie dient. Weiß es niemand, ist sie wahrscheinlich ein Überbleibsel.
Eine nützliche Zählung: Wie viele Unterrichtskarten wechseln tatsächlich? Lautet die Antwort vier, fragen Sie, ob vier Stunden einen zweiten Plan für alle rechtfertigen.
So bilden Sie es in Bildena ab
Zwei Einstellungen an zwei Stellen. Der Wochenzyklus der Schule ist entweder normal (eine Woche) oder A/B-Woche (Zwei-Wochen-Zyklus). Jede Unterrichtskarte trägt dann ein Wochenmuster: jede Woche, ungerade Wochen oder gerade Wochen. Ungerade Wochen sind die A-Woche, gerade Wochen die B-Woche. Karten, die nicht jede Woche stattfinden, zeigen das Muster als Markierung — so finden Sie sie auch in einer langen Liste schnell.
Die Stunden auf einer Karte sind die Stunden in der Woche, in der die Karte stattfindet. Das Fach mit 1,5 Stunden von oben wird zu zwei Karten:
| Karte | Wochenmuster | A-Woche | B-Woche |
|---|---|---|---|
| Chemie 9b | Jede Woche | 1 | 1 |
| Chemie 9b (zusätzlich) | Ungerade Wochen | 1 | — |
| Zwei Wochen | 3 Stunden, im Schnitt 1,5 pro Woche | ||
Ein 14-tägiges Praktikum ist eine einzige Karte in ungeraden oder geraden Wochen mit der Länge einer Doppelstunde. Blöcke verhalten sich wie in jeder anderen Woche; wie sie verteilt werden, beschreibt unser Beitrag über Doppelstunden und Blöcke.
Wenn Sie von aSc TimeTables kommen, wird eine Zwei-Wochen-Datei bereits mit A/B-Zyklus übernommen, samt dem Wochenmuster jeder Karte.
Die Vorprüfung fängt zwei Modellierungsfehler früh ab. Karten mit ungeraden oder geraden Wochen in einer Schule, deren Wochenzyklus noch auf normal steht, werden als kritisch gemeldet — ohne zweite Woche haben diese Muster nichts, womit sie wechseln könnten. Und eine Familie paralleler Karten mit gemischten Wochenmustern erhält einen Vorschlag: Die Karten sind an dasselbe Feld gebunden, fänden in Wirklichkeit aber in verschiedenen Wochen statt.
Was der Solver mit zwei Wochen macht
Unser Solver, eigens darauf abgestimmt, Unterricht über eine Schulwoche zu verteilen, behandelt eine A/B-Schule als zwei Wochen, die sich ein Raster teilen.
- Kollisionen werden Woche für Woche geprüft. Eine Lehrkraft, eine Klasse, eine Lerngruppe, ein Raum und — wenn Sie nach Kurswahlen planen — einzelne Schülerinnen und Schüler können in jeder Stunde pro Woche nur einmal belegt werden. Eine Chemiekarte der A-Woche und eine Physikkarte der B-Woche können sich die 3. Stunde am Dienstag, denselben Fachraum und dieselbe Lehrkraft teilen. Zwei Karten der B-Woche können das nicht, so leer diese Stunde in der A-Woche auch ist.
- Springstunden werden pro Woche gezählt. Eine Lehrkraft mit Unterricht in der 1. Stunde der A-Woche und in der 3. Stunde der B-Woche hat in keiner der beiden Wochen eine Springstunde. Legte man beide Wochen übereinander, entstünde eine erfundene. Eine Obergrenze für Springstunden pro Woche gilt für jede Woche einzeln.
- Manche Grenzen zählen beide Wochen zusammen. Die Höchstzahl an Stunden pro Tag zählt bei einer Lehrkraft eine Stunde der A-Woche und eine der B-Woche zur selben Zeit als zwei. Das liegt auf der sicheren Seite, kann bei einer sehr knappen Tagesgrenze aber einen Plan ergeben, der weniger voll ist als möglich.
Dieselbe Vorsicht gilt für die Stundensumme je Klasse in der Vorprüfung: Sie addiert derzeit die Stunden der A- und der B-Woche, als fänden beide jede Woche statt. Für die meisten Klassen ist das harmloser Spielraum. Eine Klasse, die bis an den Rand des Rasters verplant ist, kann jedoch eine Warnung sehen, obwohl jede einzelne Woche passen würde.
Die drei Fallstricke
1. Verwechselte Wochen
Das größte Risiko hat mit dem Plan selbst nichts zu tun. Legen Sie schriftlich fest, was A-Woche bedeutet. Ungerade Kalenderwochen? Die erste Woche nach den Ferien? Nach Ferien mit ungerader Wochenzahl laufen beide Definitionen auseinander — und das halbe Kollegium folgt der einen, die andere Hälfte der anderen.
Dann machen Sie die Antwort bekannt: eine Liste aller A- und B-Wochen des Schuljahres und den Wochenbuchstaben auf jedem gedruckten oder geteilten Plan. Ein Raster, das zwei Stunden in einem Feld zeigt, ohne zu sagen, welche zu welcher Woche gehört, ist der schnellste Weg, eine Klasse vor dem falschen Raum warten zu lassen.
2. Kollisionen, die es nur in der B-Woche gibt
Ein berechneter Plan ist in beiden Wochen geprüft. Die Gefahr kommt danach, wenn jemand mit Blick auf die A-Woche eine Stunde von Hand verschiebt. Der Raum ist frei, die Lehrkraft ist frei — in der A-Woche. Sehen Sie sich in einer A/B-Schule vor dem Veröffentlichen jeder Handänderung auch die andere Woche an.
3. Ungleiche Belastung zwischen den Wochen
Die Stunden jeder Karte stehen fest; die Belastung jeder Woche entscheidet sich also beim Vergeben der Wochenmuster, nicht beim Berechnen. Der Solver kann keine Stunde von der A- in die B-Woche verschieben.
Ein Beispiel: Die 8b hat jede Woche 28 Stunden, dazu drei Karten in ungeraden und eine in geraden Wochen. Die A-Woche umfasst 31 Stunden, die B-Woche 29. Eine Lehrkraft, deren wechselnde Karten alle in ungeraden Wochen liegen, hat ein ganzes Schuljahr lang im Wechsel eine volle und eine leichte Woche.
Die Lösung liegt in den Daten. Paaren Sie wechselnde Karten so, dass dem, was für eine Klasse oder Lehrkraft in der A-Woche stattfindet, in der B-Woche ungefähr etwas gegenübersteht. Summieren Sie die Stunden pro Woche vor dem Berechnen; das erspart Ihnen das Gespräch im Oktober.
Ehrlich zusammengefasst
A/B-Wochen sind das richtige Werkzeug, wenn Stundentafel, Räume oder Personal wirklich nicht in eine Woche passen. Sie sind das falsche Werkzeug, um eine schwierige Woche leicht aussehen zu lassen. Der Solver kommt mit zwei Wochen zurecht; schwieriger ist es, dafür zu sorgen, dass die Menschen, die die Pläne lesen, das auch tun.
In Bildena ist der Wochenzyklus eine einzige Schuleinstellung, und jede Unterrichtskarte trägt ihr eigenes Wochenmuster — A/B-Wochen an einer Handvoll Stunden auszuprobieren ist daher eine Sache von Minuten, kein Neuaufbau.