
Warum wir unsere Preise veröffentlichen
Kein einziger unserer Wettbewerber zeigt, was eine Schule am Ende zahlt. Das ist eine bewusste Entscheidung, sie kostet Schulen bares Geld, und sie ist das Einfachste, was man in diesem Markt anders machen kann.
Versuchen Sie herauszufinden, was Stundenplansoftware kostet. Versuchen Sie es ernsthaft — als stellvertretende Schulleitung, in einer Springstunde.
Untis veröffentlicht für Deutschland keine Preisliste; man wendet sich für ein Angebot an einen regionalen Partner. Die Preisseite von aSc nennt Editionen, aber keine Preise; was Sie zahlen, hängt vom Land und vom jeweiligen Händler ab. Die Preisseite von EduPage ist ein Kontaktformular. Mehrere neuere Web-Tools zeigen ihre Preistabelle erst an, wenn ein Skript geladen ist — wessen Browser nicht mitspielt, sieht sie nie.
Irgendwann in dieser Stunde gibt die stellvertretende Schulleitung auf und fragt die Nachbarschule, was sie dort gezahlt hat — so machen Preise in dieser Branche tatsächlich die Runde.
Wozu Intransparenz dient
Fairerweise muss man sagen: Hinter verborgenen Preisen steckt nicht immer Berechnung. Es gibt nachvollziehbare Gründe.
Die Preise unterscheiden sich tatsächlich: nach Schulgröße, nach Land, danach, ob eine Landeslizenz greift, und nach den gewählten Modulen. Eine einzelne Zahl wäre eine Vereinfachung, und ein Partnernetz braucht Spielraum für den eigenen Markt. Ein Teil davon ist legitim.
Die Wirkung ist aber, gleich welche Absicht dahintersteht, immer dieselbe. Der Käufer kann nicht vergleichen. Er kann nicht beurteilen, ob das Angebot gut ist. Er kann keine Mittel einplanen, ohne erst ein Verkaufsgespräch zu führen — und, was am meisten zählt, er kann das Produkt nicht in Ruhe und im eigenen Tempo prüfen, bevor er mit jemandem spricht.
Was wir stattdessen tun
Unsere Preise stehen auf der Preisseite, in Euro, als einfaches HTML — sichtbar ohne JavaScript, ohne Formular, ohne Anruf, aus jedem Land.
- Kostenloser Monat, 0 €. Ein Monat mit dem vollständigen Solver und der vollständigen Oberfläche. Daten importieren, Stundenpläne rechnen lassen, einen echten Stundenplan erstellen — keine Funktion ist gesperrt, keine Kreditkarte nötig. Wählen Sie vor Monatsende einen Tarif, um weiterzuarbeiten.
- Standard, 490 €/Jahr. Eine Schule, klassenbezogene Planung mit allen Stundenplan-Funktionen (Solver, Reparatur, Veröffentlichung, Vertretung, Aufsichtsplan), beliebig viele Nutzer.
- Pro (schülerbezogen), 1.490 €/Jahr — Gründungspreis 990 € für das Schuljahr 2026/27. Dazu kommen die Planung nach individuellen Kurswahlen und die Arbeitszeit der Lehrkräfte (für deutsche Schulen).
- Hochschule, ab 4.990 €/Jahr. Auf Anfrage, weil der Aufwand bei Hochschulen tatsächlich mit ihrer Größe wächst.
Drei der vier Preise sind öffentlich. Der vierte ist ehrlich als Angebot mit veröffentlichter Untergrenze gekennzeichnet — und das ist etwas anderes als „Kontaktieren Sie uns“.
Drei Zusagen hinter den Zahlen
Keine Module. Alles, was das Produkt kann, ist im Preis enthalten. Wenn die Vertretungsplanung kommt, bekommen Standard-Kunden die Vertretungsplanung; sie taucht nicht als eigener Posten über 600 € auf. Diese Selbstbeschränkung nehmen wir bewusst in Kauf, und sie wird uns gelegentlich Umsatz kosten — genau das macht sie erwähnenswert.
Keine Pro-Kopf-Rechnerei. Beliebig viele Nutzer. Pro Nutzer abzurechnen bedeutet an einer Schule, dass die stellvertretende Schulleitung, die nur kurz etwas nachsehen will, keinen Zugang bekommt — was die Software für alle schlechter macht.
Feste Jahreslaufzeiten. Zwölf Monate, kündbar zum Laufzeitende. Nicht weil Abos modern sind — sondern weil in der öffentlichen Beschaffung ein unbefristeter, sich automatisch verlängernder Vertrag mit etwa dem Vierfachen seines Jahreswerts bewertet wird, wodurch ein Programm für 1.490 € über die Wertgrenze für Direktaufträge eines Landes rutschen kann — und die Schule ohne Not drei Vergleichsangebote einholen muss. Eine feste Laufzeit hält eine kleine Anschaffung klein.
Wir sind nicht die Günstigsten — und genau darum geht es
Transparenz gilt in beide Richtungen, deshalb hier der unbequeme Vergleich.
aSc verkauft eine Dauerlizenz. Auf fünf Jahre umgelegt liegt die mittlere Edition deutlich unter unserem Abo. Wenn für Sie allein die Kosten über fünf Jahre zählen und Ihnen eine Desktop-Software genügt, gewinnt aSc diesen Vergleich — und das sollten Sie wissen.
Und in Berlin und Brandenburg ist Untis für öffentliche Schulen über eine Landeslizenz kostenlos. Gegen null Euro kommen wir nicht an, und wir tun auch nicht so, als ließe sich dieser Unterschied über den Preis wettmachen. Wenn das Land Ihre Stundenplansoftware bezahlt, muss das Argument lauten, dass Solver, Transparenz oder Oberfläche es wert sind, dafür eigenes Geld auszugeben — und manchmal sind sie das nicht.
Was unser Preis enthält, eine Dauerlizenz aber nicht: Hosting, Updates, Backups, Support — und Sie brauchen keinen eigenen Server, den jemand an Ihrer Schule betreuen muss. Ob das den Aufpreis wert ist, müssen Sie abwägen — und das können Sie nur, wenn Sie beide Zahlen sehen.
Der eigentliche Grund
Veröffentlichte Preise sind in erster Linie keine moralische Haltung. Sie sind eine Wette darauf, wie Schulen einkaufen.
Eine stellvertretende Schulleitung, die um 21 Uhr Software prüft, vereinbart kein Verkaufsgespräch. Wenn sie nicht herausfinden kann, was die Software kostet, schließt sie den Tab — und wir erfahren nie, dass es sie gab. Jeder verborgene Preis ist ein Filter, der genau die Käufer aussiebt, die sich selbst informieren wollen — also jene, für die wir unser Produkt gebaut haben.
Die Transparenz ist also teils Prinzip und teils Eigeninteresse. Wir halten das für die ehrlichste Beschreibung — und auch für den Grund, warum sie dem Druck unseres eigenen Vertriebs standhalten wird. Haltungen, die nur kosten, halten selten.
Die aktuellen Preise stehen immer auf der Preisseite. Wenn sie sich ändern, ändern sie sich öffentlich — und Abonnenten behalten den Preis, zu dem sie eingestiegen sind.