Ein ruhiger Abend in der Küche: Ein Schüler macht am Tisch Hausaufgaben mit einem einzigen Heft, während ein Elternteil kocht; an der Wand zeigt ein Wochenplaner wenige, gleichmäßig verteilte Punkte.
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Hausaufgabenlast: der Teil des Stundenplans, den Schüler mit nach Hause nehmen

Der Stundenplan legt fest, welches Fach an welchem Tag stattfindet – und damit stillschweigend auch, welche Abende schwer werden. Wie eine tägliche Obergrenze für Hausaufgabenfächer funktioniert, was sie kostet und wie man sie setzt, ohne die Woche unlösbar zu machen.

BBildena-Team · · 7 Min. Lesezeit

Für Schülerinnen und Schüler endet der Stundenplan nicht mit dem letzten Gong. Sie nehmen ihn mit nach Hause. Ein Dienstag mit Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch und Chemie bedeutet fünf Hausaufgaben bis Mittwoch. Ein Donnerstag mit Sport, Kunst und Musik bedeutet einen freien Abend.

Keine Lehrkraft hat sich vorgenommen, die Dienstage zu überladen. Der Stundenplan hat diese fünf Fächer auf denselben Tag gelegt, und Hausaufgaben folgen dem Unterricht. In diesem Beitrag geht es darum, das nicht dem Zufall zu überlassen, sondern als Planungsregel festzulegen.

Der Hausaufgabenkalender, den niemand festlegt

Die meisten Schulen haben eine Vorstellung davon, wie viele Hausaufgaben angemessen sind. Kaum eine hat eine Vorstellung davon, wann sie anfallen – denn das entscheidet nicht die Lehrkraft. Sie gibt Hausaufgaben zur nächsten Stunde auf, und die nächste Stunde liegt dort, wo der Stundenplan sie hingelegt hat.

Eine Beispielwoche einer Klasse; gezählt werden nur Fächer, in denen regelmäßig Hausaufgaben anfallen:

TagHausaufgabenfächer an diesem TagAnzahl
MontagMathematik, Englisch2
DienstagMathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Chemie5
MittwochMathematik, Deutsch2
DonnerstagFranzösisch1
FreitagMathematik, Deutsch2

Zwölf insgesamt, eine völlig normale Last. Das Problem ist nicht die Menge, sondern die Verteilung: Dieselben zwölf ließen sich auch auf 3, 2, 3, 2, 2 aufteilen. Ein Stundenplangenerator achtet darauf nicht, solange man es ihm nicht vorgibt. Für den Solver ist der Dienstag schlicht ein Tag, an dem diese Stunden gepasst haben.

Die Regel: Obergrenze für Hausaufgabenfächer pro Klasse und Tag

In Bildena besteht die Regel aus zwei Einstellungen, die zusammenwirken:

  • Am Fach: ein Kontrollkästchen, Erfordert Hausaufgabenvorbereitung, in den Einschränkungen des Fachs. Ist es gesetzt, zählt das Fach mit.
  • An der Klasse: Max. Hausaufgabenfächer pro Tag, in den Einschränkungen der Klasse, eine Zahl von 1 bis 8. Bleibt das Feld leer, gibt es keine Grenze.

Der Solver stellt dann für jede Klasse mit Grenze an jedem Tag sicher, dass dort höchstens so viele verschiedene markierte Fächer stattfinden. Bei der Zählung kommt es auf drei Punkte an:

  • Ein Fach zählt einmal pro Tag, egal wie viele Stunden es hat. Eine Doppelstunde Mathematik oder Mathematik in der 2. und nochmals in der 6. Stunde ist an diesem Tag ein Hausaufgabenfach.
  • Gekoppelter Unterricht zählt für jede beteiligte Klasse. Wird Chemie für zwei Klassen gekoppelt unterrichtet, zählt sie bei beiden Klassen mit.
  • Gezählt wird auf Ebene der Klasse, nicht der Gruppe. Teilt sich eine Klasse in Französisch- und Lateingruppen und sind beide Fächer markiert, zählen an diesem Tag beide für die Klasse – obwohl niemand beide belegt.
Was die Regel nicht tut. Bildena erfasst keine Hausaufgaben und kontrolliert sie auch nicht. Die Regel berücksichtigt ausschließlich, an welchen Tagen Fächer stattfinden. Was aufgegeben wird, entscheidet weiterhin die Lehrkraft; der Stundenplan sorgt nur dafür, dass ein vernünftiger Abend nicht schon durch den Aufbau der Woche unwahrscheinlich wird.

Welche Fächer zählen sollten

Der erste Impuls ist, jedes Fach zu markieren, in dem überhaupt Hausaufgaben vorkommen. Widerstehen Sie ihm. Jedes markierte Fach muss der Solver von den anderen fernhalten, und je mehr Sie markieren, desto weniger Spielraum bleibt für alles andere, was Ihnen wichtig ist.

Ein guter Ausgangspunkt sind die Fächer, in denen regelmäßig und umfangreich Hausaufgaben anfallen. An den meisten weiterführenden Schulen sind das die Hauptfächer: Mathematik, Deutsch, die erste Fremdsprache, in höheren Jahrgängen vielleicht die zweite Fremdsprache oder eine Naturwissenschaft. Sport, Musik, Kunst oder eine wöchentliche Projektstunde sollten in der Regel nicht mitzählen.

Die Markierung gilt pro Fach und damit in jeder Klasse, die dieses Fach hat. Die Grenze dagegen gilt pro Klasse – ein jüngerer Jahrgang kann also eine engere Grenze bekommen als ein Abschlussjahrgang.

Eine harte Regel, keine Präferenz

Bildena setzt die tägliche Hausaufgabengrenze strikt durch. Sie ist kein gewichteter Wunsch, den der Solver gegen Springstunden von Lehrkräften abwägt; ein Plan, der sie für irgendeine Klasse an irgendeinem Tag überschreitet, ist kein gültiger Plan. Den Unterschied zwischen harten Regeln und gewichteten Präferenzen erklärt unser Beitrag über Springstunden bei Lehrkräften und Schülern.

Strikt ist hier die richtige Voreinstellung, denn „meistens höchstens drei“ ist nichts, worauf sich eine Klassenleitung oder eine Familie verlassen kann. Es bedeutet aber, dass die gewählte Zahl Folgen hat. Lassen Ihre übrigen Daten keine Anordnung zu, in der jede Klasse an jedem Tag innerhalb ihrer Grenze bleibt, liefert der Lauf keinen Stundenplan.

Weicher machen Sie die Regel also nicht über ein Gewicht, sondern über die Zahl selbst und die Auswahl der markierten Fächer. Eine Grenze von drei bei vier markierten Fächern greift kaum ein. Eine Grenze von zwei bei sechs prägt den ganzen Plan. Zur Orientierung: Die meisten Vorlagen für Beispielschulen, die Bildena mitbringt, verwenden zwei, ein guter Teil drei und einige wenige eins.

Rechnen Sie, bevor Sie starten

Die erste Prüfung übernimmt Bildena. Vor einem Lauf vergleicht der Berater für jede Klasse die Zahl der verschiedenen markierten Fächer mit ihrer Grenze und der Länge der Woche. Elf markierte Fächer bei einer Grenze von zwei brauchen mindestens sechs Tage; in einer Fünftagewoche geht das nicht auf, und der Berater meldet ein kritisches Problem samt Lösungsvorschlägen: Grenze erhöhen, Markierung entfernen, Wochenstunden kürzen oder die Woche erweitern. Außerdem listet er Klassen auf, die markierte Fächer, aber keine Grenze haben – so wissen Sie, dass die Regel dort nicht greift.

Die zweite Prüfung deckt auf, was eine einfache Zählung übersieht – machen Sie sie daher von Hand, und zwar für die Klasse, bei der es am knappsten ist. Denken Sie in Fachtagen, nicht in Fächern. Eine Grenze von zwei in einer Fünftagewoche ergibt zehn Fachtage. Prüfen Sie nun, wie viele davon Ihre anderen Regeln verbrauchen:

  • Mathematik, fünf Wochenstunden, höchstens eine Stunde pro Tag: fünf Fachtage.
  • Deutsch, vier Stunden, höchstens eine pro Tag: vier.
  • Englisch, drei Stunden, höchstens eine pro Tag: drei.

Drei Fächer bei einer Grenze von zwei – das wirkt bequem. In Fachtagen sind es zwölf bei nur zehn verfügbaren, und es gibt keinen Stundenplan. Keine einzelne Einstellung ist falsch; unmöglich ist die Kombination.

Zusammenspiel mit anderen Regeln

Allein macht die Hausaufgabengrenze selten Ärger. Ärger macht sie, indem sie die Spielräume verengt, auf die alle anderen Regeln angewiesen sind.

Doppelstunden helfen ihr. Weil ein Fach einmal pro Tag zählt, senkt das Bündeln von Stunden die Zahl der Fachtage. Fünf Stunden Mathematik als zwei Doppelstunden und eine Einzelstunde verteilen sich auf drei Tage statt fünf. Im Beispiel oben bringt je eine erlaubte Doppelstunde in Mathematik und Deutsch die Summe auf zehn, und die Woche ist zumindest rechnerisch wieder möglich. Wo dieser Ansatz an Grenzen stößt, steht in unserem Beitrag über Doppelstunden und Verteilung.

Verteilungsregeln ziehen in die andere Richtung. „Höchstens eine Stunde pro Tag“ ist für ein Hauptfach oft die richtige Regel – und genau die Regel, durch die dieses Fach die meisten Tage belegt. Hauptfächer sind zugleich die Fächer, die am ehesten markiert werden; beide Regeln konkurrieren also direkt um dieselbe Kapazität.

Sperrzeiten von Lehrkräften legen Tage fest. Eine Teilzeitkraft, die nur dienstags und donnerstags an der Schule ist, nimmt dem Solver für ihr Fach die Wahl der Tage. Bei einem Fach ist das kein Problem. Werden zwei oder drei markierte Fächer von Lehrkräften mit denselben zwei Präsenztagen unterrichtet, füllen sich diese Tage schnell, und die Grenze drängt alles andere auf die übrigen drei.

Ein bewährtes Vorgehen

  1. Zuerst ohne Regel rechnen. Lassen Sie die Grenzen leer und erzeugen Sie einen Plan. Zählen Sie für zwei oder drei typische Klassen die markierten Fächer pro Tag. Liegt kein Tag über drei, brauchen Sie die Regel vielleicht gar nicht.
  2. Nur die Fächer markieren, auf die es ankommt – und bei geteilten Sprachgruppen zweimal überlegen.
  3. Großzügig beginnen. Setzen Sie die Grenze um eins höher an als Ihren Idealwert, prüfen Sie die Hinweise des Beraters und starten Sie den Lauf. Dann um eins verschärfen und erneut rechnen. Vergleichen Sie beide Pläne nach dem, was Ihnen sonst wichtig ist: Springstunden, Doppelstunden, späte Stunden.
  4. Nach Jahrgang verschärfen. Jüngere Klassen mit weniger markierten Fächern vertragen meist eine niedrigere Grenze als Abschlussjahrgänge.

Beide Einstellungen gehören zum Schuljahr und werden übernommen, wenn Sie das nächste Schuljahr aus dem aktuellen anlegen – das ist also einmalige Arbeit, nicht jeden Sommer aufs Neue.

Das meiste, was ein Stundenplan entscheidet, ist in der Schule sichtbar. Die Last am Abend ist es nicht, und deshalb wird sie so selten bewusst geplant. Eine tägliche Grenze für Hausaufgabenfächer macht Hausaufgaben nicht leichter. Sie verteilt sie gleichmäßiger – und für viele Klassen ist genau das der größere Gewinn.


Beide Einstellungen finden Sie in den Einschränkungen von Fächern und Klassen, und der Berater prüft die Rechnung vor jedem Lauf.

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