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Halbjahreswechsel: den Stundenplan fürs zweite Halbjahr ändern, ohne neu anzufangen

Zum Halbjahr wechselt ein Epochenfach, Kurse beginnen neu, eine Lehrkraft kehrt aus der Elternzeit zurück — der größte Teil der Woche aber bleibt, wie er ist. Wie Sie den Plan umbauen, statt ihn neu zu erfinden, wie Sie dafür sorgen, dass keine Klasse einen Schultag ohne Plan hat, und wie die Betroffenen rechtzeitig erfahren, was sich ändert.

BBildena-Team · · 8 Min. Lesezeit

Der Stundenplan für das zweite Halbjahr entsteht selten in Ruhe. Er wird in den Wochen fertig, in denen Zeugnisse geschrieben werden und die Zeugniskonferenzen tagen, und er muss stehen, wenn das neue Halbjahr beginnt — je nach Bundesland und Jahr zwischen Ende Januar und Ende Februar, in einzelnen Jahren erst Anfang März.

Die gute Nachricht: Wer den Stundenplan zum Halbjahr ändern muss, baut keinen neuen Plan, sondern den alten um. Die Aufgabe ist, genau das zu ändern, was sich ändern muss — und alles andere nachweislich so zu lassen, wie es ist.

Was sich zum Halbjahreswechsel tatsächlich ändert

Die Gründe sind an vielen Schulen ähnlich, nur ihre Mischung wechselt:

  • Epochenunterricht. Wo Fächer epochal unterrichtet werden, steht ein Fach in der Stundentafel mit einer Wochenstunde, wird aber ein Halbjahr lang zweistündig unterrichtet; zum Halbjahr übernimmt ein anderes Fach diese beiden Stunden. In der 8b endet Informatik, Musik beginnt.
  • Kurse und Angebote. Manche Wahlkurse und AGs laufen nur ein Halbjahr. Die gymnasiale Oberstufe ist in Kurshalbjahre gegliedert; zum Halbjahr können Kurse enden oder neu beginnen und Kursgruppen sich verändern.
  • Lehrkräfte. Eine Elternzeit beginnt oder endet, eine Lehrkraft stockt ihr Deputat auf oder reduziert es, eine Abordnung endet, eine Kollegin geht in den Ruhestand. In manchen Bundesländern beginnt oder endet zum Halbjahr auch ein Vorbereitungsdienst — Referendarinnen und Referendare übernehmen Stunden oder geben sie ab.
  • Räume. Ein Fachraum steht wieder zur Verfügung, ein anderer fällt für Monate aus.

Bevor Sie etwas anfassen, teilen Sie diese Liste in zwei Spalten: punktuelle und strukturelle Änderungen. Ein Epochenwechsel, der in denselben zwei Stunden ein anderes Fach bringt, ist punktuell. Geht eine Lehrkraft mit vollem Deputat in Elternzeit und werden ihre Stunden auf vier Kolleginnen und Kollegen mit derselben Fakultas verteilt, ist das strukturell.

Vom ersten Halbjahr ausgehen, nicht vom leeren Blatt

Wer einen Solver hat, ist versucht, die neuen Daten einzugeben und die ganze Schule neu berechnen zu lassen. Heraus kommt womöglich ein etwas besser bewerteter Plan, in dem sich viele Stunden ohne Anlass verschoben haben — und jede Verschiebung trifft jemanden, der sich auf die alte Woche eingerichtet hat: die Fahrgemeinschaft am Dienstag, die Teilzeitkraft mit ihrem freien Freitag, die Familie mit ihrer Betreuung nach der sechsten Stunde.

Ruhiger geht es in drei Schritten: den Plan des ersten Halbjahrs kopieren, in der Kopie nur ändern, was sich bewegen muss, und danach messen, was sich bewegt hat — je Klasse und je Lehrkraft. Neu zu verteilen lohnt sich, wenn die Änderung strukturell ist oder das Halbjahr ohnehin eine neue Woche bringt, etwa weil in der Oberstufe fast alle Kurse neu beginnen. Sonst gilt, was der Beitrag Eine Stunde ändern, den Rest behalten beschreibt: im Kleinen reparieren, statt neu zu rechnen.

Die Probe vor dem Veröffentlichen. Zählen Sie für jede Klasse die Stunden, die jetzt zu einer anderen Zeit liegen oder eine andere Lehrkraft haben, und vergleichen Sie das mit dem, was sich in den Daten tatsächlich geändert hat. Hat eine Klasse ohne geänderte Daten fünf verschobene Stunden, ist etwas passiert, worum niemand gebeten hat.

In Bildena heißt dieser Weg Duplizieren. Die Kopie ist zunächst ein Entwurf ohne Gültigkeitszeitraum, überschneidet sich mit keinem anderen Plan und bekommt eine eigene Verteilung mit allen Platzierungen des ersten Halbjahrs. Definitionen abgleichen holt geänderte Schuldaten herein; nur die betroffenen Stunden wandern in die Ablage der nicht platzierten Stunden, der Rest bleibt. Was Sie aus der Ablage von Hand auf das Raster ziehen, ist danach fixiert. Beim erneuten Berechnen geht der Solver von den bisherigen Platzierungen aus, als Ausgangspunkt, nicht als Vorgabe: Sicher an ihrem Platz bleiben nur fixierte Stunden. Der Reiter Was anders ist zeigt danach je Klasse, wie viele Stunden unverändert sind, zu anderer Zeit liegen oder eine andere Lehrkraft haben. Ein getauschtes Epochenfach zählt dort unter „Andere Lehrkraft“, auch wenn dieselbe Person beide Fächer unterrichtet.

Epochenunterricht: zwei Wege, ihn abzubilden

Epochenunterricht — in manchen Bundesländern Epochalunterricht genannt — lässt sich auf zwei Arten abbilden.

Als A/B-Woche. Die beiden Fächer wechseln sich das ganze Jahr über wochenweise ab: Informatik in der A-Woche, Musik in der B-Woche. Im Mittel bleiben die Stunden der Stundentafel, wie sie sind, und es gibt nur einen Plan. Das ist eine Annäherung: Im veröffentlichten Plan steht jede zweite Woche ein Fach, das in diesem Halbjahr gar nicht stattfindet. In Bildena ist der Wochenzyklus zudem eine Einstellung für die ganze Schule, und jede Unterrichtskarte trägt ihr eigenes Wochenmuster: Wer die Epoche so abbildet, stellt alle auf A- und B-Woche um. Wann sich das lohnt, steht im Beitrag A-Woche, B-Woche.

Als zwei Halbjahrespläne. Im ersten Halbjahr hat die 8b dienstags in der 3./4. Stunde eine Doppelstunde Informatik, im zweiten liegt Musik in denselben Feldern. So steht im Plan das Fach, das tatsächlich unterrichtet wird. Der Preis: Den Tausch müssen Sie selbst einplanen, und er geht nicht immer glatt auf. Informatik lag im Computerraum, Musik braucht den Musikraum; ist der dann belegt, muss sich an dieser einen Stelle etwas bewegen. Legen Sie das neue Fach deshalb zuerst in die Felder des alten und öffnen Sie den Rest der Woche erst, wenn es dort nicht passt.

Unterrichten zwei Lehrkräfte die beiden Fächer, hat die Informatiklehrkraft in der 8b im ersten Halbjahr zwei Stunden und im zweiten keine, bei der Musiklehrkraft ist es umgekehrt. Ob und wie das im Deputat ausgeglichen wird, regeln die Unterrichtsverteilung und die Vorgaben Ihres Bundeslandes, nicht der Stundenplan — klären Sie es, bevor die Halbjahrespläne stehen.

Kein Schultag ohne Plan

Der Fehler, der beim Wechsel am leichtesten übersehen wird, ist kein falsch gesetzter Kurs, sondern ein Schultag, für den kein Plan gilt. Das erste Halbjahr endet am Freitag, das zweite ist ab Dienstag eingetragen, weil der Montag für einen Ferientag gehalten wurde. Oder das Ende des alten Plans gilt für alle Klassen, auch für die zwei, die bei ihm bleiben sollten.

PrüfpunktFrage vor dem Wechsel
WechselterminHat jede Klasse an jedem Schultag einen Plan — auch die, die beim alten bleibt?
ÜbergangLiegt in den ersten Tagen eine Projektwoche oder fehlt eine Lehrkraft für einige Wochen? Dann als eigene, befristete Änderung führen.
AufsichtsplanHat eine Lehrkraft Aufsicht in einer Pause, in der sie nach dem neuen Plan gar nicht mehr im Haus ist — oder direkt nach einer Doppelstunde im Nebengebäude?
RäumeSind feste Belegungen von Sporthalle, Fach- und Computerräumen in den neuen Plan übernommen — auch externe wie das Schwimmbad?
VertretungPasst der Bereitschaftsplan noch, und gelten feste Vertretungsabsprachen weiter?

Der Aufsichtsplan ist ein eigener Plan, hängt aber an den Stunden; wie Sie Aufsichten gerecht verteilen, steht in Pausenaufsichten fair verteilen.

In Bildena hat jeder Stundenplan in Gebrauch einen ersten und einen letzten Tag, die Sie festlegen, und gilt für die ganze Schule oder für einzelne Klassen. Vor dem Speichern sagt der Assistent, ab welchem Tag der neue Plan gilt und wann der alte endet — oder, wenn nur einige Klassen wechseln, welche beim alten bleiben. Ein Schultag, an dem eine Klasse keinen Stundenplan hat, erscheint als Konflikt. Eine Projektwoche liegt als Sonderwoche, eine mehrwöchige Abwesenheit als Vorübergehende Änderung über dem Halbjahresplan; reicht eine solche Änderung über den Wechsel hinaus, weist der Assistent darauf hin, dass sie ab dann den neuen Plan ändern sollte. Aufsichtspläne haben einen eigenen Gültigkeitszeitraum und beziehen sich auf einen Stundenplan, den Sie auswählen — für das zweite Halbjahr also auf den neuen.

Familien und Kollegium informieren

Ein neuer Plan, den am ersten Tag niemand kennt, ist ein alter Plan mit Fehlern. Kündigen Sie ihn etwa ein bis zwei Wochen vorher an — früh genug, damit Familien Fahrgemeinschaften und Betreuung umstellen können, und spät genug, dass sich danach nichts mehr ändert. Liegen zwischen den Halbjahren Ferien, gehört die Nachricht vor die Ferien.

  • Alle erfahren, was sie betrifft. Lehrkräfte ihre geänderten Stunden, die Familien der betroffenen Klassen, was sich für ihr Kind ändert.
  • Datum und Änderung statt „neuer Plan anbei“. „8b: Ab dem 1. Februar hat die Klasse dienstags in der 3./4. Stunde Musik statt Informatik“ sagt alles Nötige. Bei einem angehängten Raster muss jede Familie selbst suchen, was anders ist.
  • Ein Satz zum Grund. „In Jahrgang 8 werden Informatik und Musik im Wechsel je ein Halbjahr lang zweistündig unterrichtet“ erklärt mehr als jede Tabelle.
  • Eine Ankündigung statt drei. Bündeln Sie alles, was zum Halbjahr kommt; mehrere kleine Nachträge kosten mehr Vertrauen als eine klare Nachricht.

Wie ein solcher Brief aussieht, steht in Elternbriefe, die Familien lesen — und beantworten.

In Bildena legen Sie fest, ab welchem Tag welcher Stundenplan gilt, und sehen vorab, wen der Wechsel betrifft. Eine Klasse, deren Stunden unter Was anders ist alle unverändert sind, braucht keine Nachricht; Wer betroffen ist nennt die Schülerzahl jeder Klasse und die Wochenstunden jeder Lehrkraft im neuen Plan. In Bildena School geht der Brief im Modul Briefe an eine Klasse, einen Jahrgang oder einen Kurs, sofort oder an einem Tag Ihrer Wahl, auf Wunsch mit der Bestätigung „Gelesen und zur Kenntnis genommen“. Schreibt eine Lehrkraft an einen ganzen Jahrgang, geht der Brief vorher zur Freigabe an die Schulleitung.

Für das nächste Jahr festhalten

Der Halbjahreswechsel kommt wieder, und vielleicht plant ihn dann jemand anderes. Halten Sie in wenigen Zeilen fest, was Sie geändert haben und warum — und was Sie bewusst nicht angefasst haben. „In der 8b liegt Musik auf den bisherigen Informatikstunden; der Musikraum bleibt dafür dienstags in der 3./4. Stunde frei“ ist ein Satz, der beim nächsten Halbjahreswechsel einen Nachmittag spart.


In der kostenlosen Testphase können Sie mit Ihren eigenen Daten den Plan des ersten Halbjahrs duplizieren, ein Epochenfach tauschen und im Reiter „Was anders ist“ sehen, wie viel vom ersten Halbjahr geblieben ist.

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