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Stundenplan für das neue Schuljahr erstellen: die Checkliste von Februar bis zum Schulbeginn

Gerechnet wird der Stundenplan im Sommer. Ob er gelingt, entscheidet sich im Frühjahr. Diese Checkliste zur Stundenplanung zeigt, was Sie von Februar bis zum Schulbeginn klären, sammeln und prüfen, wenn Sie den Stundenplan für 2027/28 erstellen — mit einem Zeitplan, der von den Sommerferien Ihres Bundeslandes aus zählt.

BBildena-Team · · 8 Min. Lesezeit

Der Stundenplan für das Schuljahr 2027/28 wird im Sommer gerechnet. Ob er dann an einem Nachmittag steht oder drei Ferienwochen kostet, entscheidet sich Monate früher: daran, wann die Spielräume der Stundentafel geklärt sind, wann die Unterrichtsverteilung steht und wann die Wünsche des Kollegiums auf dem Tisch liegen. Wer erst im Juli erfährt, dass die Sporthalle dienstagnachmittags an einen Verein vergeben ist, plant unter Zeitdruck um.

Diese Checkliste zur Stundenplanung ordnet die Arbeit von Februar bis zum Schulbeginn. Weil die Sommerferien der Länder gestaffelt sind, verschiebt sich dieses Zeitfenster von Land zu Land um mehrere Wochen. Die Checkliste nennt deshalb keine Kalenderdaten, sondern zählt von den Sommerferien aus; die Ferientermine Ihres Landes tragen Sie selbst daneben ein.

Der Zeitplan auf einen Blick

Wann (gemessen an den Sommerferien)WasErledigt, wenn …
5–6 Monate vorherRahmen: Spielräume der Stundentafel, Zeitraster, A/B-Wochen ja oder neindie Entscheidungen gefallen und protokolliert sind
4–5 Monate vorherKlassenbildung (vorläufig): Anmeldungen, Zügigkeit, erwartete Wiederholer, Zu- und Abgängeeine vorläufige Liste aller Klassen und Lerngruppen für 2027/28 vorliegt
3–4 Monate vorherUnterrichtsverteilung als Entwurf, mit Platzhaltern für offene Stellendie Stunden jeder Klasse zur Stundentafel und die jeder Lehrkraft zum Deputat nach Anrechnungen passen
3 Monate vorherLehrerwünsche einsammeln, Räume und Sperrzeiten bestätigen, Kopplungen festlegen; Kurswahlen der Oberstufe, soweit die Schule die Frist legtjede feste Sperrzeit begründet ist
10–12 Wochen vorherErster Probelauf mit den Daten des laufenden Jahres und den bekannten Änderungendie Engpässe benannt sind
4–6 Wochen vorherBänder stehen; zweiter Probelauf mit nahezu endgültigen Dateneine Variante gewählt und die Begründung notiert ist
letzte Schulwochen bis Ende der SommerferienPlan prüfen, Pausenaufsichten planen, Plan herausgebenalle wissen, ab wann der Plan gilt
erste SchulwochenKorrekturenjede Korrektur nur die betroffenen Stunden berührt
Die Zeitangaben sind Richtwerte, keine Vorgaben. Wichtiger als die genaue Woche ist die Reihenfolge: Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf.

Nach den Halbjahreszeugnissen: den Rahmen festlegen

Die Stundentafel Ihres Landes gibt den Rahmen vor, regelt aber selten jedes Detail. Wie viel die Schule selbst entscheidet — etwa bei Kontingentstundentafeln, in welchem Jahrgang ein Fach mit wie vielen Stunden liegt, oder wofür Pool- und Ergänzungsstunden verwendet werden —, unterscheidet sich nach Land und Schulform. Klären Sie diese Fragen zuerst, denn auf ihnen beruht die Unterrichtsverteilung. Stundentafeln aller 16 Länder für die gängigen Schulformen, jede mit ihrer amtlichen Quelle, finden Sie in unserer Stundentafel-Übersicht.

Zum Rahmen gehört das Zeitraster: Unterrichtsbeginn, die Länge der Einheiten (etwa 45, 60 oder 90 Minuten), die Lage der Pausen und der Mittagspause. Das Raster bestimmt jedes Feld des Plans, und Änderungen daran brauchen oft einen Beschluss der Schulkonferenz. Steht eine solche Änderung an, gehört sie auf die Tagesordnung einer Sitzung im Frühjahr, nicht im Juli. Dasselbe gilt für die Frage, ob die Schule im neuen Jahr A/B-Wochen braucht oder den Zwei-Wochen-Rhythmus nur aus dem Vorjahr geerbt hat.

Parallel laufen die Schülerzahlen ein. Wie viele Eingangsklassen es gibt, hängt von den Anmeldungen ab, deren Termine je nach Land und Schulform verschieden liegen; wie sich die höheren Jahrgänge zusammensetzen, von Versetzungen, Wiederholern, Zu- und Abgängen. Versetzungen stehen erst nach den Zeugniskonferenzen fest, bis dahin planen Sie mit Erwartungswerten. Mit diesen Zahlen wissen Sie, wie viele Klassen und Lerngruppen Sie verplanen.

Im Frühjahr: die Unterrichtsverteilung — auch mit offenen Stellen

Die Unterrichtsverteilung — wer welches Fach in welcher Klasse mit wie vielen Stunden unterrichtet — kommt vor dem Stundenplan. In ihr steckt die eigentliche Planungsarbeit; der Stundenplan verteilt das Ergebnis anschließend auf die Woche. Gehen Sie Klasse für Klasse vor und achten Sie auf Lehrbefähigung (Fakultas) und Kontinuität: Wer behält seine Klasse, wer führt einen Jahrgang bis zum Abschluss, wo ist ein Wechsel ohnehin fällig? Was Sie im Frühjahr zur Kontinuität entscheiden, müssen Sie im Juli nicht neu verhandeln.

Nicht auf die Stellenbesetzung warten. Wer im neuen Schuljahr an der Schule unterrichtet — nach Neueinstellungen, Abordnungen oder der Rückkehr aus der Elternzeit —, steht oft erst spät fest. Planen Sie trotzdem: mit Platzhaltern wie „N.N. Mathematik“, denen Fach, Klassen und Stunden schon zugeordnet sind. Steht die Person fest, ersetzen Sie nur den Platzhalter durch ihren Namen; die übrige Verteilung bleibt, wie sie ist.

Bevor Sie zum ersten Mal rechnen, gleichen Sie zwei Summen ab: die Stunden jeder Lehrkraft mit ihrem Deputat, abzüglich der Anrechnungs- und Ermäßigungsstunden, und die Stunden jeder Klasse mit der Stundentafel. In der Tabelle fällt eine fehlende Musikstunde der 7c in wenigen Minuten auf; im fertigen Plan ist ihre Korrektur aufwendig.

In Bildena legen Sie das Schuljahr 2027/28 neben dem laufenden an, als Kopie von 2026/27: Lehrkräfte, Klassen, Unterrichtskarten und Verfügbarkeiten werden einmal beim Anlegen übernommen, Stundenpläne nicht. Die Klassen heißen danach wie 2026/27, die neue Klassenbildung tragen Sie im neuen Jahr ein. Für ein Jahr, das noch nicht begonnen hat, ist „Beim Erstellen als aktives Jahr setzen“ nicht angehakt; so bleibt 2026/27 das aktive Jahr, und über die Jahresauswahl in der oberen Leiste wechseln Sie zum neuen. Für die Summen gibt es zwei Berichte: „Unterrichtsverteilung / Deputat“ zeigt je Lehrkraft Pflicht- und Ist-Stunden mit der Differenz, der „Stundentafel-Nachweis“ die Wochenstunden je Klasse und Fach zum Abgleich mit der Stundentafel Ihres Landes. Beide zählen die Unterrichtskarten, ein fertiger Plan ist dafür nicht nötig. Das Deputat selbst fließt nicht als Bedingung in die Berechnung ein.

Vor dem ersten Lauf: Wünsche, Räume, Kopplungen

Lehrerwünsche sammeln Sie am besten in einer einzigen Runde, mit Frist und kurzem Formular. Trennen Sie echte Bedingungen — eine Abordnung an eine andere Schule, feste Betreuungs- oder Pflegezeiten — von Vorlieben, und notieren Sie zu jeder festen Sperrzeit den Grund. Zu viele feste Sperren machen den Plan eng; steht der Grund daneben, können Sie gezielt nachfragen. Für die Verfügbarkeit helfen drei Stufen statt zwei: verfügbar, nur wenn nötig, nicht verfügbar. Viele Teilzeitlehrkräfte wünschen sich einen unterrichtsfreien Tag. Eine schulweite Regel — wer ab welchem Stundenumfang einen freien Tag bekommt und wer bei Konflikten Vorrang hat — erspart das Aushandeln mit jeder Person einzeln.

Fachräume und Sporthallen listen Sie mit Kapazität und Sperrzeiten auf: Naturwissenschaften, Informatik, Kunst, Musik, Sport. Teilt sich die Schule eine Halle mit einer anderen Schule oder einem Verein, oder sind Bauarbeiten angekündigt, die bis ins neue Schuljahr reichen können, lassen Sie sich die Belegungszeiten früh vom Schulträger bestätigen.

Kopplungen gehören zum Schulalltag: Religion und Ethik über die Parallelklassen hinweg, die zweite Fremdsprache, Wahlpflichtkurse. Sie binden mehrere Klassen an dieselben Stunden und müssen deshalb feststehen, bevor Sie rechnen. In der Oberstufe kommen die Bänder hinzu, die sich erst bilden lassen, wenn die Kurswahlen vorliegen. Soweit die Schule den Termin selbst bestimmt, legen Sie die Wahlfrist so, dass die Bänder vor dem zweiten Probelauf stehen. Wie Kurswahlen den Stundenplan verändern, beschreibt unser Beitrag zur schülerbezogenen Planung.

Probelauf: zweimal rechnen, einmal entscheiden

Der erste Probelauf braucht keine endgültigen Daten. Nehmen Sie die Daten des laufenden Jahres, tragen Sie die bekannten Änderungen ein — neue Klassen, Abgänge im Kollegium, geänderte Stundenzahlen — und rechnen Sie. Das Ergebnis ist noch kein Plan, sondern eine Liste von Engpässen: ein Fachraum, der nicht reicht, eine Kopplung, die drei Klassen gleichzeitig bindet, eine Lehrkraft, deren Stunden in ihren verfügbaren Zeiten keinen Platz finden. So früh lässt sich daran noch etwas ändern. Welche Konstellationen einen Plan unmöglich machen, zeigt unser Beitrag Warum Stundenpläne unmöglich werden.

Der zweite Lauf folgt, wenn die Personalplanung weitgehend steht und die Bänder gebildet sind. Rechnen Sie dann zwei oder drei Varianten mit unterschiedlichen Prioritäten und vergleichen Sie die ungünstigsten Fälle, nicht den Durchschnitt: Welche Lehrkraft hat die meisten Springstunden, welche Klasse die meisten Freistunden oder den längsten Tag? Warum der Durchschnitt hier täuscht, zeigt unser Beitrag über Springstunden und Freistunden. Halten Sie fest, warum Sie sich für eine Variante entschieden haben. Diese Notiz hilft im nächsten Jahr — vielleicht jemand anderem.

In Bildena ist jeder Probelauf eine eigene „Verteilung“ mit einer eigenen Kopie der Schuldaten: Was Sie darin ändern, gilt nur für diesen Lauf. So bestehen mehrere Probeläufe für dasselbe Schuljahr nebeneinander, und die gewählte Variante setzen Sie „Als Standard“. Vor jedem Lauf prüft Bildena die Daten. Kritische Probleme — etwa eine Lehrkraft, die mehr Stunden unterrichten soll, als sie verfügbar ist, oder ein Raumtyp, für den es keinen Raum gibt — sperren die Verteilung, bis sie behoben sind; Vorschläge sind nur Hinweise.

Zum Schluss: prüfen, Aufsichten planen, veröffentlichen

Bevor der Plan hinausgeht, prüfen Sie dreierlei: Jede Klasse erhält die Stunden ihrer Stundentafel, alle Stunden sind gesetzt, und jemand aus dem Kollegium, der nicht am Plan mitgearbeitet hat, sieht ihn einmal durch. Ein frischer Blick findet die Freistunde der 6b am Dienstag, die Ihnen nach Wochen am Plan nicht mehr auffällt.

Die Pausenaufsichten folgen dem Stundenplan, nicht umgekehrt: Wer in welcher Pause im Haus ist, ergibt sich erst aus dem Unterricht. Planen Sie sie deshalb nach dem letzten Lauf. Wie sich die Aufsichten gerecht verteilen lassen, steht in unserem Beitrag Pausenaufsichten fair verteilen.

Geben Sie den Plan so früh heraus, dass sich das Kollegium vor dem ersten Schultag vorbereiten kann, und nennen Sie das Datum, ab dem er gilt. Arbeitet die Schule mit A/B-Wochen, gehört dazu, welche Woche nach den Ferien die A-Woche ist. Stellen Sie sich in den ersten Wochen auf einige Korrekturen ein, und halten Sie sie klein: eine Stunde verschieben, den Rest stehen lassen, statt die ganze Schule neu zu rechnen. So erkennen alle ihre Woche wieder. Wie das geht, beschreibt unser Beitrag Eine Stunde ändern, den Rest behalten.

Ab wann der Plan gilt, legen Sie in Bildena unter Plan › Stundenpläne fest. Beim Speichern wählen Sie zwischen „An diesen Tagen in Gebrauch nehmen“ — dann richten sich Klassenbuch, Vertretung, Familien und Kalenderabos an diesen Tagen nach dem Plan — und „Als Entwurf behalten“: Dann sehen ihn nur Stundenplanung und Schulleitung. Nehmen Sie einen Plan mit noch nicht gesetzten Stunden in Gebrauch, weist Bildena darauf hin, dass diese Stunden an den Tagen des Plans im Klassenbuch fehlen.


Den Gratismonat starten Sie am besten, wenn der erste Probelauf ansteht: Daten aus Untis oder aSc übernehmen, 2027/28 als Kopie anlegen, einmal durchrechnen und sehen, wo es eng wird. Alle Funktionen stehen offen, gerechnet wird mit Ihrer eigenen Schule, eine Kreditkarte brauchen Sie nicht.

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